Im digitalen Zeitalter verschwimmen die Trennlinien

Das adcamp ist auch in diesem Jahr wieder dabei, wenn das barcamp.digital an den Start geht. In diesem Themencamp dreht sich alles um Werbung und Marketing – also ein breites Feld. Wir haben mit Martina Berger von den IAA Young Professionals gesprochen  und nachgefragt, wie denn die Nachwuchswerber so digital ticken.

 

Beim adcamp, das zum zweiten Mal beim barcamp.digital mit dabei ist, steht das Thema Werbung im Mittelpunkt. Wie weit fasst ihr diesen Begriff? Was zählt für euch da alles dazu?

Werbung ist für uns eine von vielen Kommunikationsdisziplinen, die alle ein Ziel verfolgen, nämlich das Unternehmen und dessen Produkte bzw. Aktivitäten bei möglichst vielen Konsumenten in ein möglichst positives Licht zu rücken. Von der strengen Trennung zwischen den Disziplinen, wie man sie üblicherweise an der Uni oder FH in der Theorie lernt, halten wir als Nachwuchs aber wenig. Das wäre auch nicht mehr praxistauglich. Denn gerade im digitalen Zeitalter verschwimmen die Trennlinien immer mehr und der Fokus liegt immer mehr auf guten Inhalten und einer integrierten Kommunikationsstrategie. Daher finden wir es auch gut, dass das barcamp.digital sich nicht nur auf eine Branche beschränkt, sondern sich Nachwuchstalente aus den unterschiedlichen Bereichen bei einer Veranstaltung treffen und austauschen können.

 

Die IAA Young Professionals sind die Nachwuchsvereinigung der Branche. Wie digital sind die jungen Werber hierzulande?

Wir jungen Werber haben einen großen Vorteil: wir sind mit den digitalen Medien aufgewachsen, haben ihre Entwicklung von Beginn an miterlebt und verstehen besser als alle anderen, wie sie funktionieren – auch besser als die Agenturen aktuell ihren Kunden glauben machen wollen. Wir nutzen sie nicht nur beruflich, sondern sie bestimmen als Kommunikations- und Informationsmedien auch unseren privaten Alltag. Inwiefern wir unser Digital-Knowledge auch im Beruf nutzen können, hängt aber sehr stark von unserem beruflichen Umfeld ab. Wir merken, dass viele Führungskräfte noch viel zu wenig von den digitalen Kompetenzen ihrer jungen Werber profitieren. Man darf und soll uns ruhig etwas zutrauen, denn gerade im Digital Business kann uns junger Generation so schnell keiner etwas vormachen.

 

 Von der strengen Trennung zwischen den Disziplinen, wie man

sie üblicherweise an der Uni oder FH in der Theorie lernt,

halten wir als Nachwuchs aber wenig.

 

Werbung war ja immer schon Vorreiter in vielen Bereichen, aber ist sie auch digital genug, oder seht ihr noch Ausbaupotenzial?

Wir glauben fest daran, dass es ohne gute Kommunikation keine Innovation und keinen langfristigen Erfolg geben kann. Lange Zeit war Werbung die bedeutendste Kommunikationsdisziplin für viele Unternehmen, in die auch der Großteil des Budgets floss. Heute ist das anders – durch Webseiten, Blogs, Social Media etc. hat sich das Machtgefüge gehörig verändert und dabei haben sich auch innovativere Kommunikationsformen entwickelt. Da hat die Werbebranche mit Sicherheit auch Ausbaupotenzial und darf sich keinesfalls auf den Lorbeeren aus früheren Tagen ausruhen. Und genau da sind wir als junge Werber auch gefragt, frischen Wind und neue Ideen einzubringen.

 

Wo liegen die Trends in Österreich? Wohin führt der Weg in den kommenden Jahren?

Zum einen stehen viele Konsumenten der Werbung immer kritischer gegenüber und wollen nicht belogen oder angeschwindelt werden. Zum anderen sieht man aber auch, dass es immer wieder erfolgreiche Werbekampagnen gibt, die dann über Social Media oft noch mehr Verbreitung finden. Das Video „Supergeil“ von Edeka ist dafür ein Paradebeispiel. Werbespots, die die Menschen unterhalten und/oder Emotionen transportieren, werden immer erfolgreich sein. Sie müssen aber viel mehr durch ihre Idee und die Botschaft überzeugen als mit Werbedruck. „Content First“ wird also immer mehr zum Leitspruch und es stehen vielfältigere Kommunikationskanäle zur Verfügung. Daraus ergeben sich für uns junge Werber laufend neue Möglichkeiten und ein sehr spannendes Arbeitsumfeld.

 

Warum seid ihr beim barcamp.digital dabei? Was macht die Barcamp-Idee für euch besonders?

Uns taugt es vor allem, dass Barcamps die gewohnten Hierarchien umdrehen und wirklich Bottom Up organisiert sind. Jeder Teilnehmer kann bzw. muss sich einbringen und gestaltet die Veranstaltung dadurch mit. Gerade als junger Mensch in der Branche sieht man sich selbst oft nicht als Experte, dabei kennen wir uns gerade im digitalen Bereich mit vielen Entwicklungen besser aus als die „alten Hasen“. Bei Barcamps tauschen sich alle Besucherinnen und Besucher, vom Agenturchef bis zum Studenten, auf einem Niveau aus und inspirieren sich gegenseitig. Von einem Barcamp kommt man immer mit tausenden Ideen und voller Motivation zurück. Wir können diese Erfahrung nur jedem empfehlen.

 

Gerade als junger Mensch in der Branche sieht man sich

selbst oft nicht als Experte, dabei kennen wir uns gerade

im digitalen Bereich mit vielen Entwicklungen

besser aus als die „alten Hasen“.

 

Was erwartet die BesucherInnen beim adcamp? Worum wird es gehen? Was könnten mögliche Themen in eurem Slot sein?

Das ist ja das spannende an Barcamps: wir haben selbst noch keine Ahnung, worum es konkret gehen wird. Die BesucherInnen gestalten sich ihr Programm ja selbst simvastatin 10 mg. Erwarten kann man sich aber auf jeden Fall nette, aufgeschlossene Menschen, lebendige Diskussionen, ehrliche Insights und viel Inspiration und Motivation. Wir wollen die Kreativität bei der Themenwahl gar nicht zu sehr einschränken, erlaubt ist alles, was in irgendeiner Form mit Werbung und der digitalen Welt zu tun hat. Letztes Jahr hatten wir beispielsweise Sessions zur Nutzung von Big Data in der Werbung, einen Überblick über die besten Spots aus Cannes oder gemeinsam mit dem Disability Camp eine spannende Diskussion über Barrierefreiheit in der Werbung. Wir freuen uns über jeden, der sich für das adcamp interessiert und sind schon auf die diesjährigen Themen gespannt.

 

Danke für das Interview.

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